Change

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Manche Fototouren bleiben besser im Gedächtnis als andere… und das hängt manchmal noch mehr mit den Begleitumständen als mit den Ergebnissen zusammen.

Die Bilder in diesem Post sind auf einer Fototour im November 2009 entstanden, die mir damals nicht wie etwas Besonderes vorkam… die ich aber zurückblickend als in jeder Hinsicht denkwürdig erachte.

Mein guter Freund und Kollege Fotis hatte vorgeschlagen, ein paar Seen im Villetal, einem ehemaligen Braunkohleabbaugebiet, zu erkunden. Es war mehr oder weniger spätherbstliches Düsterwetter, nur ganz selten schaute zwischen den stetig kahler werdenden Zweigen der hohen Bäumen die Sonne heraus.

Die Tatsache, dass sich der Herbst nun endgültig anschickte, so schnell wie möglich in den Jahrhundertwinter überzugehen, motivierte mich nicht besonders (wobei ich das mit dem Jahrhundertwinter damals ja noch nicht wusste). Und da war noch etwas, was auf meiner Seele lastete, auch wenn ich es nicht richtig festmachen konnte.

Doch während wir uns da so durch den Wald kämpften, Fotis seine neue Lumix LX-3 ausprobierte und ich mit meiner Sigma DP-1 drauf losknipste, entwickelte sich parallel und zusammen mit der Motivsuche ein interessantes und anregendes Gespräch, das mir in einigen Bereichen die Augen öffnete, in denen ich sie schon die letzten zweieinhalb Jahre hätte aufmachen sollen.

Ich kann und möchte hier nicht in die Tiefe gehen, worum es uns genau ging… denn im Endeffekt ist das auch vollkommen egal. Bemerkenswert ist einfach, daß die Szenerie stimmte; plötzlich passte alles zusammen. Und obwohl am Anfang alles so trüb und düster aussah, bleibt mir die Erinnerung an eine wahrlich denkwürdige Fototour; an ein gutes Gespräch mit einem guten Freund, und an die richtige Entscheidung, die ich danach endlich traf.

Danke, Foti.