Burn

Burn

Ich muss zugeben, es fehlt mir nach zehn Monaten schon ein bisschen…

Und es versetzt mir auch immer wieder einen kleinen Stich, wenn mir auf meiner Facebook-Timeline mal wieder irgendwelche glattgebügelten Beauty-Retusche-Allerwelts-Portraits begegnen, die alle Welt ganz toll findet.

Ok, ersteres ist durchaus ein Grund, mal wieder was zu machen.

Letzteres allerdings nicht, und ich möchte auf gar keinen Fall Gefahr laufen, wieder in diese „warum möchte die Welt nicht kapieren, dass es auch anders geht, und warum möchte sich kaum jemand von mir fotografieren lassen und warum lassen sie alle so absolute Scheiß-Bilder von sich machen?!11!“-Routine zu verfallen, in der ich schon mal gefangen war.

Die ist nämlich Gift, und genau so wie sie für mich Gift ist war sie es für meinen Vater vor mir.

Vielleicht machen wir’s einfach so:

Ich kann/werde nicht versprechen, hier regelmäßig was zu veröffentlichen… weil mir dazu einfach die Modelle fehlen (und mehr als darum bitten, oben auf den “Shootings“-Link zu klicken und mir eine Anfrage zu schicken, kann und möchte ich nicht).

Das Thema “Unser Leben, die Natur und die wunderbaren Lebewesen um mich herum” kriegen Frau K. und ich schon auf 7gebirge.de sehr gut abgehandelt… das muss ich hier nicht duplizieren.

Aber ab und zu, wenn es sich so ergeben sollte dass ich etwas Neues vorzuweisen habe, werde ich hier wieder ein paar Sachen zeigen.

Den Anfang macht Mel, die eine super Person ist, und ein ebenso super Model, und mit der ich letztes Jahr im Spätherbst das Vergnügen hatte, ein kleines Shooting mit viel Rauch zu machen.

Viel Spaß damit.

All Change

All Change

 

Es hat sich viel verändert in diesen letzten zwei Jahren. Sowohl um mich herum als auch an mir selbst, an meiner Musik und an meiner Fotografie. Es hat keinen Sinn die Augen davor zu verschließen.

Und irgendwo ist es auch völlig normal, dass sich die Schwerpunkte verschieben, wenn sich die Leben ändern.

Als ich das Blog hier 2009 gestartet habe, wollte ich eine Art virtuelle Ausstellung von meinen Arbeiten machen, ich habe mich am Anfang sehr auf Menschenfotografie konzentriert und irgendwo stand auch der Wunsch nach Austausch mit anderen, nach Kennenlernen von neuen Fotografen und Modellen durchaus im Raum. Teilweise hat das auch geklappt, teilweise auch gar nicht, und irgendwann war’s einfach nur noch deprimierend und mühselig.

Inzwischen ist es 2014, es ist endlos viel anders geworden, und ich muss zugeben, Menschenfotografie im großen Stil und überhaupt diese ganze Shooting-Angelegenheit interessieren mich nicht mehr, ebensowenig wie es mich noch interessiert, mit meiner Musik noch mal großen Erfolg zu haben oder endlich mal von mehr Leuten gesehen und gehört zu werden. Vor ein paar Jahren war das noch ganz anders.

Die ewig gleichen Persönchen werden jetzt vermutlich sagen, jaja, der eingebildete Stephan mit seinen komischen “Hobbies” spielt wieder den Eingeschnappten weil niemand seine komische Musik hört, niemand seine Fotos bejubelt und weil sich niemand für ihn auszieht. Ok, wer das denken will, von mir aus, nur zu, selbst das interessiert mich nicht mehr ;-)

Aber natürlich ist es trotzdem nicht so.

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Ich hab einfach in den letzten zwei Jahren so viel Leid, Trauer, Unsicherheiten und Angst erlebt, dass mir andere Dinge – ich habe es schon mehrfach an anderen Stellen verlauten lassen – unendlich wichtiger und wertvoller geworden sind, als irgendwelche bedauernswerte Leute auf Facebook mit unendlich viel Mühe von den höhö-lustigen-Fail-Videos abzulenken und sie dazu zu kriegen, wenigstens mal drei Takte meiner Songs anzuhören. Oder irgendwelche armen Models und/oder höhö-Selfie-Profilbildchen-Knipser davon zu überzeugen, dass es noch ganz andere Dimensionen der Fotografie gibt als die Tonnen an katastrophalem Pseudo-Erotik-Schrott, der den lieben langen Tag auf der MK ausgestellt wird, und den viel zu viele traurige Gestalten ach-so-toll finden.

Vor ein paar Jahren hatte ich noch diesen Drang, etwas zu ändern… ich wollte unbedingt dass die Leute begreifen und einsehen und dass die Welt besser wird und überhaupt und sowieso. Jetzt aber muss ich sagen: Das Leben ist zu kostbar als dass man seine Zeit hauptsächlich darauf verschwenden sollte, Blinden das Sehen oder Tauben das Hören beizubringen und als Dank dann noch blöde Sprüche gedrückt zu kriegen.

 

Deshalb: Ich schalte hiermit auch fotografisch einen Gang zurück.

Beziehungsweise, ich wechsle mal eben die Straße.

Beziehungsweise, ich stell das Auto mal eben da rechts am Straßenrand ab und gehe zu Fuß weiter, und zwar diesen faszinierenden Feldweg da, der da irgendwie zu einem Irgendwo zu führen scheint, das mir sehr wunderbar vorkommt, und das ich bis jetzt nicht kannte.

(Photo-)blogmässig heisst das: Hier wird es zunächst mal nicht mehr groß weitergehen. Vielleicht irgendwann mal, aber das weiss ich gerade alles nicht… fest steht:

Frau K. und ich machen zusammen ein neues Blog auf, wo wir in Zukunft zusammen neue Bilder veröffentlichen werden; und es wird sehr viel mehr um unser Leben gehen, und um die Dinge die uns wichtig sind. Wir werden dort einfach nur für uns (photo-)bloggen und für die Leute um uns herum… und nicht um irgendjemandem was zu beweisen. Das Leben ist zu kurz.

Wer das interessant findet, der ist gerne eingeladen, uns zu folgen, und zwar auf

http://7gebirge.de

Ich würde mich auf ein Wiedersehen dort sehr freuen. Bis dann, euer

Stephan

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P.S.: Ein Update eines Plugins, kombiniert mit dem Versuch, die Seite zu archivieren, hat leider dafür gesorgt, dass die Reihenfolge der Postings auf diesem Blog vollkommen durcheinander gekommen ist, und auch etliche Mails an die Abonnenten rausgegangen sind, die eigentlich nicht hätten rausgehen dürfen. Das tut mir sehr leid. Ich glaub auch, ich krieg die Reihenfolge nicht wieder hin. Aber natürlich bleibt das Blog ansonsten so erstmal noch bestehen, als ständige Ausstellung früherer Werke, zum Nachlesen und Remeniszieren… :)

S.