Wednesday, 3 February 2010

Monday, 1 February 2010

Sunday, 31 January 2010

everything’s done under the sun

Mannheim, E-Werk, 2007
Dynax 5D, 28mm/f2.8 lens, stitched together from 15 source images

Details:







Suggested listening: Pink Floyd – Sheep

The Lord is my shepherd, I shall not want
He makes me down to lie
Through pastures green He leadeth me the silent waters by.
With bright knives He releaseth my soul.
He maketh me to hang on hooks in high places.
He converteth me to lamb cutlets,
For lo, He hath great power, and great hunger.
When cometh the day we lowly ones,
Through quiet reflection, and great dedication
Master the art of karate,
Lo, we shall rise up,
And then we’ll make the bugger’s eyes water

Saturday, 30 January 2010

Friday, 29 January 2010

tools of the trade

Schweden, 2004

Soweit ich weiß kommen hier all die Teppiche von IKEA her. Oder so ähnlich…

Thursday, 28 January 2010

Tuesday, 26 January 2010

presumably dead man walking

Auf einer Fototour, die eigentlich den Steinbruch zwischen Oberwinter und Remagen zum Ziel gehabt hatte, stießen wir durch Zufall auf dem Rückweg auf ein Stück Tal mit mehreren verlassenen Gebäuden, denen man ansehen konnten, daß sie einst zu einem stattlichen Anwesen gehört hatten.

Das größte davon war mit einem Türmchen inklusive Uhr ausgestattet… und zur Hälfte abgreissen. Aber das Faszinierendste daran war, abgesehen von der absoluten Einsamkeit und der Abwesenheit anderer Menschen oder eines Zeichens, was das Ganze überhaupt soll, wohl dieses: Der gesamte Boden vor dem Gebäude war mit schwarz-weissen Filmschnipseln übersät.

Später, als wir das Gelände verließen, kamen wir noch an einem großen Baucontainer vorbei, der neben Bauschutt hauptsächlich alte und verrostete Filmrollen zum Inhalt hatte.

Erst als wir wieder zuhause waren, brachten wir in Erfahrung, was wir da entdeckt hatten.

Es handelte sich um Schloss Calmuth, welches von 1947 bis 1996 als Kopierwerk der Internationalen Film-Union GmbH Remagen gedient hatte. Das Gelände wurde inzwischen vom “Sonnenkönig” Franz Asbeck aufgekauft, der dort zu tun gedenkt, was Milliardäre nun mal so tun wenn ihnen langweilig ist: Ein paar Millionen drin versenken, das Ding zum Jagdschloss ausbauen und in den Wäldern drumherum Tiere totschießen gehen.

Ich bin froh, dass wir vorher nochmal dort waren und die eigenartige Atmosphäre des Ortes (zumal wir keine Ahnung hatten, worum es sich handelt) auf uns wirken lassen konnten. Einen Filmschnipsel habe ich als Andenken mitgenommen; er ist oben vergrößert zu sehen.

Sunday, 24 January 2010

Thursday, 21 January 2010

Wednesday, 20 January 2010

Sunday, 17 January 2010

the happiest days of our lives

(wer die längere Geschichte zu den Bildern nicht lesen möchte und/oder keine Lust auf einen Seelen-Striptease von mir hat, der möge bitte weiter nach unten scrollen, da kommen noch mehr Bilder)

Meine Jugend, und davon insbesondere vier bestimmte Schuljahre, sind nicht gerade das, wovon ich gerne erzähle oder an das ich mich gerne zurückerinnere. Kurz zusammengefasst lässt sich darüber sagen, es war – wenn man sie unter dem Gesichtspunkt von Freundschaften und Interaktion mit Gleichaltrigen betrachtet – eine saumässig beschissene Zeit und ich bin unendlich dankbar dafür, dass sie vorbei ist.

Meine damalige Schule war eine Katastrophe und meine Mitschüler waren… nun ja, schrecklich. Heute wird das, was ich damals über mich ergehen lassen musste mit dem Begriff “Mobbing” bezeichnet, und es gibt Anlaufstellen und Vertrauenslehrer und Initiativen die sich darum kümmern, und eine erhöhte Medienaufmerksamkeit.

Damals gab es nichts dergleichen, und ich verbrachte vier lange Jahre damit, darüber zu nachzugrübeln, ob ich eigentlich der einzig halbwegs Normale unter einer Armee von Halbstarken, Tyrannen und Schlägertypen war, oder ob die anderen alle völlig normal waren und an mir selbst irgendetwas falsch war.

So gesehen ist es verständlich, dass ich normalerweise keinen Gedanken an diese Zeit verschwende.

Doch inmitten dieser Zeit geschah eine Sache, an die ich mich letzthin zu erinnern gezwungen sah (und das ist natürlich auch der Grund, warum ich das alles hier schreibe). Es begab sich nämlich, als ich ca. 14 Jahre alt war, dass ich von meinem Vater eine alte Ricoh XR-2s inklusive zwei Objektiven geschenkt bekam, was meinen Einstieg in die Welt der Photographie darstellte… und irgendwo wurde die Photographie eines der Dinge, die mir halfen, mich von dem Wahnsinn um mich herum abzugrenzen. Zusammen mit der Musik.

Während die Anderen also Modern Talking und Sabrina hörten, da entdeckte ich The Cure und Depeche Mode und klimperte selbst auf dem Klavier meiner Großeltern rum. Und während die Anderen alle brav im Fußballverein waren, Tag für Tag auf den Bolzplatz zogen, auf dem Weg dorthin (und auf dem Nachhauseweg dann nochmal) ein paar Schwächere zusammenprügelten und dafür vergöttert wurden, da war ich mit meiner Kamera unterwegs und erforschte die Welt um mich herum.

 

Schnell hatte ich meine zwei bevorzugten Plätze zum Fotografieren gefunden… der erste waren die Bahnanlagen, die sich unweit vom Haus meiner Eltern befanden. Die Ruhe und Einsamkeit dort faszinierten mich ebenso wie die Anlagen selbst, die Züge, die Signale, all dieses Zeug das aus einer anderen Welt zu kommen schien.

Der andere Platz war das IWKA-Gelände… ein alter, leerstehender Industriekomplex mitten in Karlsruhe*, in den man ohne Probleme durch eine offenstehende Feuertür (und später, nachdem die zugemauert war, durch das Fenster) hineingelangen konnte. Wenn man Pech hatte, war da ein Typ mit einer Eisenstange unterwegs und jagte einen wieder hinaus, aber das kam selten vor.

Wenn ich mir heute diese Bilder wieder anschaue (und gerade habe ich mir ja einen Diascanner besorgt, um Frau K.’s tolles Weihnachtsgeschenk auch gebührend würdigen zu können), dann ist das ein verdammt eigenartiges Gefühl… über 20 Jahre sind seitdem vergangen, es ist wie ein dunkles, längst vergessenes Kapitel eines Buches, das erst später interessant und erinnerungswürdig wurde.

Und trotzdem bedeuten mir diese Bilder sehr viel, denn wenn ich sie anschaue, dann erinnere ich mich daran, wie es damals war… nicht an die Gestalten in der Schule oder an die nicht vorhandenen aber so sehnsüchtig herbeigewünschten Freundschaften… sondern daran, wie ich anfing, mich selbst zu finden.

 

*das IWKA-Gebäude existiert auch heute noch, es ist allerdings nicht wiederzuerkennen. Heutzutage beherrbergt es zwei berühmte Karlsruher Einrichtungen, nämlich das ZKM (Zentrum für Kunst- und Medientechnologie) und die staatliche Hochschule für Gestaltung.

Thursday, 14 January 2010

three horses

Modell: Frau K.

Eben jene Frau K. hat mir letztes Jahr ein ziemlich tolles Weihnachtsgeschenk gemacht… nämlich eine Seagull 4A Kamera. Einen passenden Sixtomat Belichtungsmesser (ich hör schon die Genauigkeitsfanatiker aufschreien!) und einen Scanner mit Durclichteinheit hab ich mir dann noch im Nachhinein besorgt, um gerüstet für die Tatsache zu sein, nach 8 Jahren digitaler Fotografie endlich mal wieder n bisschen was Analoges zu tun…

Mit ein paar Problemen hab ich noch zu kämpfen. Zum Beispiel mit dem Staub auf dem Scanner und auf den Negativen und überhaupt überall. Schreckliches Zeug. Und mit der Tatsache, dass in meinem Keller zigtausende an Dias und Negativfilmen aus der Zeit von 1985-2001 lagern und nur darauf warten, dass ich mit ihnen ebenfalls irgendwas Vernünftiges mache. Dummerweise hab ich nur dieses eine Leben, und ich bräuchte mindestens zwei weitere…

Obiges Bild auf jeden Fall ist eines meiner ersten Mittelformat-Bilder, gescannt wurde vom Negativ. Film war ein Fuji Reala 100, aber die Farben wollten mir nicht wirklich gefallen, also wurde in Lightroom das Ganze nach S/W konvertiert.

Auf jeden Fall an dieser Stelle nochmal vielen Dank an Frau K. für das herrliche Geschenk… ich hoffe, wir drei (die Seagull, Du und ich) machen dieses Jahr ganz viele Bilder zusammen.

Monday, 11 January 2010

Sunday, 10 January 2010

Wednesday, 6 January 2010

Sunday, 3 January 2010

Saturday, 2 January 2010

Wiesbaden Blues

Immer wieder im Leben gibt es diese Momente, da ist die Tatsache, dass man überhaupt einen Fotoapperat dabei hat, wesentlich wichtiger als die Frage, ob es sich um das neueste und schönste Modell handelt.

Wiesbaden, letztes Jahr im Oktober, war genau so ein Fall.

Ich hatte zusammen mit meiner Band, Botany Bay, in Wiesbaden ein Konzert gegeben, weil wir den free music contest gewonnen hatten. Dieses Konzert war zwar beim Publikum glücklicherweise gut angekommen, für mich persönlich war’s allerdings gleich aus mehreren Gründen große Kacke.

Ohne in die Tiefe gehen zu wollen – wie das im Leben manchmal so ist, geschahen damals etliche deprimierende, unnötige und schmerzhafte Dinge, und zwar netterweise alle gleichzeitig… und vermutlich aus dem gleichen Grund habe ich Wiesbaden als Ort in Erinnerung, an dem ich nicht tot aus dem Fenster hängen möchte (oder mir vor dem Bahnhof die Beine in den Rumpf stehen, was sich so ähnlich anfühlt).

Mit unterwegs war eher aus Zufall meine Fototasche und eine alte Minolta Dimage A1. Am Abend des Konzertes war ich nicht dazu gekommen, irgendwelche Fotos zu machen (um der Wahrheit die Ehre zu geben, ich dachte noch nicht mal im Entferntesten daran).

Am nächsten Tag aber, nachdem wir in unserem Hotelzimmer aufgewacht waren und Wiesbadens trübe Skyline auf uns wirken ließen, da schnappte sich Wolfgang seine Gitarre und ich (in Ermangelung eines Klaviers) eben jene in die Jahre gekommene Dimage A1.

Die Fotos, die an jenem Morgen entstanden, erst im Hotelzimmer und später rund um den Bahnhof, wo ich erstmal erfolglos auf meine Mitfahrgelegenheit wartete, sind für mich heute etwas ganz Besonderes, weil sie meine Stimmung an jenem Tag nahezu perfekt transportieren… und das, obwohl (oder vielleicht auch weil) sie nur mit einer uralten 5-Megapixel-Knipse aufgenommen wurden.

Was bleibt ist zwar einerseits die Erinnerung an einen dieser Tage, an denen ich mich wie der einsamste und dümmste Mensch auf der ganzen Welt fühlte… andererseits aber eine Sammlung von Bildern, von denen ich sehr froh bin, sie gemacht zu haben.

Denn irgendwie erzählen die Bilder von allem, was damals war. Und ermahnen mich, die Dinge in Zukunft anders in die Hand zu nehmen.