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Musik und Fotografie

Musik und Fotografie

Langjährige Leser dieses Blogs wissen bereits, dass ich mich, was meine künstlerische Ader angeht, in erster Linie als Musiker sehe. Das ist das, was ich wirklich sein möchte, und ich bin es auch nach über zwanzig Jahren noch immer mit ungebrochener Begeisterung.

Daneben gibt es in meinem Leben – wie sich anhand dieses Blogs vermutlich erahnen lässt – natürlich auch noch die Fotografie. Und gerade in letzter Zeit fällt mir immer mehr auf, dass es zwischen diesen beiden Disziplinen ganz enorm viele Überschneidungen gibt. Die ich hier in lockerer Folge behandeln werde, vorausgesetzt, das Interesse ist vorhanden (ansonsten verbringe ich meine Zeit auch gerne mit Fotografieren ;-))

1. Die “Equipment-ist-alles”-Fraktion

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[ meet the next git by my side ]

[ meet the next git by my side ]

Aachen, 01/2008

Whisper in the dark
How much can you take?
I make this my amusement park
How much can you take?
Whatever’s left of your pride
How much can you take?
Meet the next git by my side
How much can you take?

You may try the telephone
How much can you take?
But there’s nobody at home
How much can you take?
Now imagine what we do
How much can you take?
While it keeps raining down on you
Down on you

Nineteen Years Later

Nineteen Years Later

Deep inside
Echoes of a thought I try to hide
I try to hide

Nights so cold
Days get shorter and there is no hold
There‘s no hold

Stay here
Stay with me

Can‘t you see
All the changes around you and me
You and me

Another time
With no one there to tell you wrong from right
Wrong from right

Stay here
Stay with me

Years from now, will you answer my call?
Or will you do as you‘re told and forget it all?
Will your stars feel the same? The sound of your name?
Will you stand up proud? Will you cover the shame?

Years from now, will you still feel the thrill?
Or lose yourself in dreams of what could have been?
Will you justify yourself while standing in line?
Will you cry out at night?
Will you wish back this time?

Stay here
Stay with me

Overview

Overview

Looking out of my window
Time seems to be standing still
Nothing moves besides the cars on that highway
Far away
There‘s no sound, my room is on the highest floor
And I‘ve got an amazing view
Over the trees and on that castle on the hill
On the other side of the river

I feel that I must rearrange my life
I know there was a point where my decisions
Were so wrong
I want to change but I‘d better not try too hard
Because this might hurt me
Even more than it does now
I think I have to move to another place
I know that there‘s a way to lead a better life
I want to change, I feel the need to change right now
Because I‘ve got an overview

Looking out of my window
Time seems to be running away
Everything moves so fast
The cars, the autumn leaves, the water
There‘s so much noise from the traffic on the streets
My room is on the first floor
And I cannot see the river
There are too many trees and cars between us
Oh my God, what have I done?
Why did I move away?

I feel that I must rearrange my life
I think I found the point where my decisions
Were so wrong
I tried so hard to change that
I can‘t feel myself no more
Maybe I just should move again
Not too slow, not too fast, but maybe
I should climb up
To the highest floor again
Where I felt so much better
I‘m so sure, I‘m really sure now
Cause I need an overview

Substitute

Substitute

Sometimes I feel like a substitute
For the real thing I’ll never be

Sometimes I feel like a substitute
For the real thing I’ll never be

Sometimes I feel like a machine
Like nothing I do is for real

Sometimes I feel like a machine
Like nothing I do is for real

Pretty baby
Dreamboat guy
Interstate
Cheap motel
Fuck you mindless
Testosterone
Here’s my body
Where’s my soul?

Sometimes I feel like I give everything
All that I have but never enough

Sometimes I feel like I give everything
All that I have but never enough

Sometimes I feel like a motherless child
A long way from home

Sometimes I feel like a motherless child
A long way from home

And nobody knows, nobody knows
Nobody knows, nobody knows, nobody knows
Nobody knows, nobody knows, nobody knows, nobody knows…

Do your job
Wannabe
Hide your love
In your messy place
Let’s just be friends
And nothing more
Bring it on home, substitute!

Death In The Afternoon

Death In The Afternoon

Die allererste Planung zum aktuellen Botany-Bay-Album “Stupid Summer Dreams” sah vor, im Booklet jeden einzelnen Song mit einem Bild zu illustrieren und daneben den Text abzudrucken.

Sehr schnell wurde jedoch klar, daß ein solches Unterfangen nur mit einem erheblichen finanziellen – und für 6 Songs und eine limitierte Auflage von nur 200 Stück maßlos übertriebenem – Aufwand einher gegangen wäre. Und so wurde aus dem Booklet ein – immer noch sehr schönes! – 6seitiges Faltblatt mit Songzitaten und Fotos für die Vorder- Innen- und Rückseite.

Weil’s aber schade darum wäre, die Fotos nicht irgendwie zu veröffentlichen und mit der Musik in Verbindung zu bringen, soll dies nun in einer Serie hier auf massenbelichtungswaffen.de geschehen, den Anfang macht der Opener, “Death In The Afternoon”; das Bild wurde fotographiert von Frau K., die Bearbeitung stammt von mir.

Hier nur noch eine kleine, bescheidene Bitte von mir: Bitte die Musik einfach mal anhören. Das geht ganz einfach, indem man da oben auf Play klickt.

Und wenn der erste Song nicht gefällt, vielleicht tut es ja der zweite oder der dritte. Die klingen mitnichten alle gleich. Und nur weil es freie Musik ist und wir keinen Plattenvertrag haben, ist die spätestens zu diesem Zeitpunkt üblicherweise bei 99% der Internet-Konsumierenden einsetzende gedankliche Verbindung mit der dritklassigen, lärmigen Heavy-Metal / Gothic / Grindcore / Ambient / Elektronikgedudel-Hinterhofband vom Nachbarssohn eine vollkommen Falsche. Es handelt sich hier um etwas völlig anderes.

Wiesbaden Blues

Wiesbaden Blues

Immer wieder im Leben gibt es diese Momente, da ist die Tatsache, dass man überhaupt einen Fotoapperat dabei hat, wesentlich wichtiger als die Frage, ob es sich um das neueste und schönste Modell handelt.

Wiesbaden, letztes Jahr im Oktober, war genau so ein Fall.

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Ich hatte zusammen mit meiner Band, Botany Bay, in Wiesbaden ein Konzert gegeben, weil wir den free music contest gewonnen hatten. Dieses Konzert war zwar beim Publikum glücklicherweise gut angekommen, für mich persönlich war’s allerdings gleich aus mehreren Gründen große Kacke.

Ohne in die Tiefe gehen zu wollen – wie das im Leben manchmal so ist, geschahen damals etliche deprimierende, unnötige und schmerzhafte Dinge, und zwar netterweise alle gleichzeitig… und vermutlich aus dem gleichen Grund habe ich Wiesbaden als Ort in Erinnerung, an dem ich nicht tot aus dem Fenster hängen möchte (oder mir vor dem Bahnhof die Beine in den Rumpf stehen, was sich so ähnlich anfühlt).

Wiesbaden Blues

Mit unterwegs war eher aus Zufall meine Fototasche und eine alte Minolta Dimage A1. Am Abend des Konzertes war ich nicht dazu gekommen, irgendwelche Fotos zu machen (um der Wahrheit die Ehre zu geben, ich dachte noch nicht mal im Entferntesten daran).

Am nächsten Tag aber, nachdem wir in unserem Hotelzimmer aufgewacht waren und Wiesbadens trübe Skyline auf uns wirken ließen, da schnappte sich Wolfgang seine Gitarre und ich (in Ermangelung eines Klaviers) eben jene in die Jahre gekommene Dimage A1.

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Die Fotos, die an jenem Morgen entstanden, erst im Hotelzimmer und später rund um den Bahnhof, wo ich erstmal erfolglos auf meine Mitfahrgelegenheit wartete, sind für mich heute etwas ganz Besonderes, weil sie meine Stimmung an jenem Tag nahezu perfekt transportieren… und das, obwohl (oder vielleicht auch weil) sie nur mit einer uralten 5-Megapixel-Knipse aufgenommen wurden.

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Was bleibt ist zwar einerseits die Erinnerung an einen dieser Tage, an denen ich mich wie der einsamste und dümmste Mensch auf der ganzen Welt fühlte… andererseits aber eine Sammlung von Bildern, von denen ich sehr froh bin, sie gemacht zu haben.

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Denn irgendwie erzählen die Bilder von allem, was damals war. Und ermahnen mich, die Dinge in Zukunft anders in die Hand zu nehmen.

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