Musik und Fotografie

Langjährige Leser dieses Blogs wissen bereits, dass ich mich, was meine künstlerische Ader angeht, in erster Linie als Musiker sehe. Das ist das, was ich wirklich sein möchte, und ich bin es auch nach über zwanzig Jahren noch immer mit ungebrochener Begeisterung.

Daneben gibt es in meinem Leben – wie sich anhand dieses Blogs vermutlich erahnen lässt – natürlich auch noch die Fotografie. Und gerade in letzter Zeit fällt mir immer mehr auf, dass es zwischen diesen beiden Disziplinen ganz enorm viele Überschneidungen gibt. Die ich hier in lockerer Folge behandeln werde, vorausgesetzt, das Interesse ist vorhanden (ansonsten verbringe ich meine Zeit auch gerne mit Fotografieren ;-))

1. Die “Equipment-ist-alles”-Fraktion

Continue reading “Musik und Fotografie”

Dann eben nicht

Hurra, gestern ist mal wieder weniger als 24h vor dem vereinbarten Shooting das Modell (natürlich mir persönlich nicht bekannt, und natürlich aus der Model-Kartei) spontan ausgestiegen.

Das ist dann tatsächlich Nr. 4 in einer Reihe.

Also ganz ehrlich, das hängt mir allmählich zum Hals raus.

Ich glaube, ich bin einfach viel zu altmodisch für dieses komische moderne Onlinegedöns… früher hab ich einfach Leute fotografiert und sie haben sich darüber gefreut und bedanken sich mitunter heute noch dafür.

Heutzutage hingegen macht man online fürchterlich kompliziert was aus, was dann nicht eingehalten wird, und pflügt sich auf dem Weg dort hin durch Tonnen trivialster Schrottphotographie und die Portfolios von Armeen junger Damen, die denken, nur weil FashionBeautyFotoART-HansiXYZ-5D ein paar grottige Bilder von ihnen gemacht hat, seien sie ein ganz großes Modell…

(Modell oben: Xīngxíng, mit der ich solche Probleme noch nie hatte; die ich aber auch schliesslich nicht aus der MK kenne…)

Also, wer Bilder von mir gemacht haben möchte: stephan@massenbelichtungswaffen.de 

Alle anderen, und insbesondere an die MK-Mausis: Selbst schuld.

winter in hamburg (8)

Die Seeräuber-Jenny

Meine Herren, heute sehen Sie mich Gläser abwaschen
Und ich mache das Bett für jeden.
Und Sie geben mir einen Penny und ich bedanke mich schnell
Und Sie sehen meine Lumpen und dies lumpige Hotel
Und Sie wissen nicht, mit wem Sie reden.
Und Sie wissen nicht, mit wem Sie reden.
Aber eines Abends wird ein Geschrei sein am Hafen
Und man fragt: Was ist das für ein Geschrei?
Und man wird mich lächeln sehn bei meinen Gläsern
Und man sagt: Was lächelt die dabei?

Und ein Schiff mit acht Segeln
Und mit fünfzig Kanonen
Wird liegen am Kai.


Man sagt: Geh, wisch deine Gläser, mein Kind
Und man reicht mir den Penny hin.
Und der Penny wird genommen, und das Bett wird gemacht!
(Es wird keiner mehr drin schlafen in dieser Nacht.)
Und sie wissen immer noch nicht, wer ich bin.
Und sie wissen immer noch nicht, wer ich bin.
Aber eines Abends wird ein Getös sein am Hafen
Und man fragt: Was ist das für ein Getös?
Und man wird mich stehen sehen hinterm Fenster
Und man sagt: Was lächelt die so bös?

Und das Schiff mit acht Segeln
Und mit fünfzig Kanonen
Wird beschiessen die Stadt.


Meine Herren, da wird ihr Lachen aufhören
Denn die Mauern werden fallen hin
Und die Stadt wird gemacht dem Erdboden gleich.
Nur ein lumpiges Hotel wird verschont von dem Streich
Und man fragt: Wer wohnt Besonderer darin?
Und man fragt: Wer wohnt Besonderer darin?
Und in dieser Nacht wird ein Geschrei um das Hotel sein
Und man fragt: Warum wird das Hotel verschont?
Und man wird mich sehen treten aus der Tür am Morgen
Und man sagt: Die hat darin gewohnt?

Und das Schiff mit acht Segeln
Und mit fünfzig Kanonen
Wird beflaggen den Mast.


Und es werden kommen hundert gen Mittag an Land
Und werden in den Schatten treten
Und fangen einen jeglichen aus jeglicher Tür
Und legen ihn in Ketten und bringen vor mir
Und fragen: Welchen sollen wir töten?
Und an diesem Mittag wird es still sein am Hafen
Wenn man fragt, wer wohl sterben muss.
Und dann werden Sie mich sagen hören: Alle!
Und wenn dann der Kopf fällt, sag ich: Hoppla!

Und das Schiff mit acht Segeln
Und mit fünfzig Kanonen
Wird entschwinden mit mir.

winter in hamburg (6)

Skandalös!

Weiterhin keine punte Landschaften, putzige Fogis und naggische Frauen auf massenbelichtungswaffen.de.
Die Besucherzahlen sinken ins Bodenlose!

Und wisst ihr was? Wenn das so weiter geht, dann werden die nächsten fünfhundert Bilder ebenfalls schwarz-weisse Stadtimpressionen. Einfach nur, weil ich’s kann :)

(Therapievorschläge, sei-mal-nicht-so-komisch-Aufforderungen und Du-bist-kein-verkannter-Künstler-Feststellungen bitte per Kommentar-Funktion. Danke :))