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later, that same day (3)

later, that same day (3)

(dieses Bild falls möglich in groß anschauen. Dies tut man, indem man einen großen Monitor besitzt, das Browser-Fenster groß aufzieht und auf das Bild klickt)

Am Wochenende hatten Frau K. und ich Besuch von Samuel B. 

Mit all den großartigen Sachen, die dabei (wieder einmal! – das war nicht das erste Mal, das erste Mal war dieses hier) herausgekommen sind, war es nicht nur ein sehr cooles Wochenende, sondern für mich auch quasi eine Erinnerung an eine Zeit, in der – man verzeihe mir den Geheimplatz – alles noch einfacher war.

Und irgendwie macht mich das gleichzeitig froh und traurig.

Ich weiss auch nicht.

Vielleicht liegt es daran, dass ich älter werde, und dass ich so viele Freunde kommen und gehen gesehen habe. Und in letzter Zeit häufiger welche gehen als kommen sehe.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir in letzter Zeit immer öfter Gedanken darüber mache, was dieser ganze Internet-Scheiss* überhaupt soll, wenn der Großteil der Welt doch eh nur hauptsächlich daran interessiert ist wo das nächste Katzenbild ist und wie der neueste tolle Facebook-Fail aussieht.

Sich mit richtigen Menschen auseinandersetzen hat irgendwie auch was sehr reizvolles. Insbesondere wenn es Menschen sind, mit denen man was anfangen kann. Und die etwas mit einem selbst anfangen können. Und die es zu schätzen wissen, wenn man Fotos von ihnen macht, die nicht aussehen wie Model-Kartei-Dutzendware.

An dieser Stelle nochmals Danke dafür… von einem ebenfalls gar nicht mehr so jungen Mann, der momentan ernsthaft darüber grübelt, ob er verdammt glücklich oder über alle Maßen unzufrieden sein soll.

 


* Ja, ich weiss, das hat Potential, mir um die Ohren gehauen zu werden. Aber erstens liest das hier eh kaum noch jemand, und zweitens war ich quasi live dabei, als das WWW erfunden wurde. Und ich habe mitgekriegt, wie es wuchs. Und wie ein Geschäft daraus wurde. Und wie es noch weiter wuchs. Und ich kann wahrhaftig ein Lied darüber singen, wie ungeheuer frustrierend es ist, in diesem Raum (der natürlich keiner ist) kreativ zu sein, den Menschen etwas schenken zu wollen und damit konstant gegen Wände zu laufen, weil dieser Raum (der natürlich keiner ist) noch weiter gewachsen ist, und weil noch ein viel riesigeres Geschäft daraus wurde und immer noch wird. Wenn einer “Scheiß-Internet” sagen darf, dann bin ich das.

Vom Blasen, Laub und Steuergeldern

Vom Blasen, Laub und Steuergeldern

Wer wie ich das unwahrscheinliche Glück hat, in Bonn nicht weit weg von Deichmanns Aue und dem zugehörigen Park zu wohnen, der kennt das Phänomen vermutlich:

Es ist im November/Dezember an einem Wochenende so gut wie unmöglich, Samstags morgens auszuschlafen. Vom Park aus beginnt um ca. 7 Uhr morgens ein höllischer Lärm, der sich normalerweise über die nächsten zwei Stunden hinweg zieht, bis dann spätestens gegen 10 eine wunderbare Stille eintritt.

Wer also ähnlich wohnt wie ich und sich schon immer gefragt hat, was zum Teufel da eigentlich los ist, der braucht nicht länger hadern – massenbelichtungswaffen.de ist da, um den Tag zu retten, Aufklärung zu betreiben und Gewissheit zu verschaffen!!!

Was nämlich passiert, ist ganz genau das, was oben im Bild (klick macht, wie immer, größer) zu sehen ist.

Weil so ein Foto ja nur ein schnödes zweidimensionales (und in diesem Fall vor allem: leises!) Abbild der Wirklichkeit ist, hier noch ein paar genauere Erläuterungen:

  • Ja, da sind tatsächlich fünf erwachsene Männer mit Laubbläsern und blasen das Laub in der Gegend rum. Aber nicht etwa von den Wegen runter (alle Wege sind vollkommen sauber), sondern nein, sie stehen mitten auf der Waldfläche und blasen sich das Laub gegenseitig zu. Erst auf die eine Seite der Waldfläche, dann wieder zurück auf die andere, und dann nochmal, und dann nochmal. Von 7 bis 10, wenn es sein muss.
  • Ja, zwei andere erwachsene Männer in seltsamen Fahrzeugen rasen mit eben diesen Fahrzeugen wie die Irren im Kreis um die anderen fünf erwachsenen Männer herum über Stock und über Stein und haben einen Heidenspass daran.
  • Nein, der Sinn des Ganzen erschließt sich nicht. Auch nicht bei längerer Beobachtung

Nun ja, eigentlich ist es mir egal, und wach bin ich inzwischen auch. Aber ich find’s trotzdem immer wieder äußerst erfrischend zu sehen, was man mit Steuergeldern so alles bewerkstelligen kann, wenn man sie sinnvoll einsetzt.

In diesem Sinne, schönen Samstag!

P.S.: Der Typ, der den Laubbläser erfunden hat, ist übrigens ein ganz großes Arschloch mit ernsthaften sexuellen Problemen. Ausserdem gehört er einer terroristischen Vereinigung an und ist nebenbei noch der gottverdammte Antichrist. Wollt’ ich nur mal vollkommen zusammenhangslos erwähnt haben.