food porn

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Wir schliessen dieses Wochenende mit ein bisschen Food Porn ab.

Wir waren bei B. & F. eingeladen, es gab pochierte Wachteleier mit Roter Beete,
Selbstgemachte Spaghetti mit Bärlauch-Pesto und gemischsten Salat… und es war überaus, üüüberaus lecker!!

Vielen Dank auch noch mal an dieser Stelle :)

P.S: Drüben bei B. gibt es noch mehr Bilder.

Das Kreuz mit den Sternchen

Das Kreuz mit den Sternchen

(Bild: Frau K.)

Eigentlich sind wir – das heisst, Frau K. und ich – wahrlich schon lange genug im Internet unterwegs, um einigermaßen gut gegen die kleinen und großen Enttäuschungen des Publizierens im WWW gewappnet zu sein.

Gemeint ist hier vor allem die Tatsache, dass die Quantität des Feedbacks – seien es nun Sternchen auf Flickr oder Herzchen auf Twitter oder “Likes” auf Facebook oder was auch immer irgendwo sonst – keinerlei Rückschlüsse auf die Qualität des jeweiligen Inhalts zulässt.

Ebensowenig wie die Anzahl der Besuche auf einem Blog oder gar die Anzahl an “Followern” auf Twitter – wie beispielsweise mein guter Freund Lothar R. sehr eindrucksvoll zu beweisen weiß.

Frau K. und ich waren schon auf fotocommunity.de, als diese noch eine kleine unscheinbare Klitsche in Bonn war und der selige Agfa Box noch unter uns weilte. Wir waren schon mit unseren ersten Accounts auf Flickr angemeldet als es gerade mal aus seiner Eigenschaft als Bestandteil von Game Neverending herausgewachsen war und noch lange nicht Yahoo gehörte.

Wir können wirklich mit Fug und Recht von uns behaupten, dass wir alt genug sind. Dass wir wissen wie es funktioniert mit Sternchen und Likes und Galerien und Explore* und all dem Blödsinn, und dass man sich davon gar nie niemals nicht beeinflussen lassen sollte.

Trotzdem passiert es uns immer wieder. Normalerweise passiert es mir… aber am Osterwochenende war Frau K. dran und stellte sich die Sinnfrage – warum man überhaupt Dinge im Netz veröffentlicht, wenn jedes inhaltsleere 08/15-Lifestyle-Blog** und jeder getwitterte Pups potentiell mehr Aufmerksamkeit erfährt als das, was man selbst kreativ erschafft.

Und da ich sehr gut weiss wie sich sowas anfühlt (und wie blödsinnig es im Endeffekt ist), tut es mir umso mehr weh wenn ich das bei jemandem mir nahestehendem beobachte.

Deshalb möchte ich Dir an dieser Stelle selbst und persönlich die Antwort geben, die Du ja eigentlich schon kennst, liebe Katja:

Wir tun es zuallererst für uns.

Und dann natürlich für die wenigen aber dafür umso tolleren Menschen, die uns eben doch folgen und beobachten und sich an unseren Werken erfreuen.

Wir und die sind es wert, allemal.

Und nicht die Massen, die auf als “Lifestyle-Blogs” getarnten Werbeschleudern irgendwelche Affiliate-Links klicken und konsumieren was das Zug hält, auf Fotoseiten nach dem nächsten schnellen HDR/InstagramFilter-Kick suchen oder aufs Sternchen drücken weil/damit bei ihnen auch aufs Sternchen gedrückt wurde/wird. Die haben unsere Sehnsucht überhaupt nicht verdient.

Und weil das so ist gibt’s heute auf massenbelichtungswaffen.de ein Bild von Katja, das auf Flickr komplett und gnadenlos untergeht… das mich persönlich aber ganz enorm anspricht und mich in meiner Überzeugung bestärkt, mich nicht von Sternchen auf Flickr oder sonstigem digitalem Feedback beirren zu lassen.


* Zugegebenermaßen hab ich auf flickr auch ein paar Bilder “in Explore”. Aber meine besten Werke sind das natürlich nicht, und das ist auch gut so (und bestätigt meine Aussage einmal mehr).

** Damit wir uns nicht falsch verstehen: Von mir aus darf der ganze Lifestyle-Affiliate-Werbeblödsinn ruhig existieren, aber es ist echt unglücklich und unpassend, das ebenfalls als “Bloggen” zu bezeichnen. Man bräuchte da m.E. einen neuen Begriff, das würde schon einiges wieder gut machen.

Das ist übrigens so ähnlich wie das Spekulieren mit Aktien. Von  mir aus darf es das ruhig geben. Aber dass das, was dabei rumkommt auch “Geld” heisst und das gleiche kauft wie das, was man mit ehrlicher und harter Arbeit verdient, das ist m.E. einfach nicht fair und nicht passend. Aber ich schweife ab…

Massenbelichtungswaffen zu verkaufen!

Massenbelichtungswaffen zu verkaufen!

Wer sich die letzten Einträge hier angeschaut hat, der wird sich vielleicht denken können, dass ich mein Eine-Kamera-Eine-Linse-Ein-Jahr-Projekt aufgegeben habe. Ich hab’s mir echt lange und schwer hin und her überlegt… tatsächlich war das Projekt sehr hilfreich für mich, denn es hat mir gezeigt, dass es mir das Wichtigste ist, mit einer Kamera zu fotografieren, mit der ich mich wohlfühle.

Die Sony A7 ist ganz ohne Zweifel eine prima Kamera mit der man erstklassige Bilder machen kann… aber meine persönlichen Bedürfnisse beim Fotografieren befriedigt sie eben leider nicht.

Aus diesem Grund steht im Hause K. einiges an fotografischem Equipment zum Verkauf. Da ich weiss, dass hier der eine oder andere Fotograf mitliest, dachte ich mir, ich biete die Dinge erstmal hier feil. Wer möchte, kann sich gerne melden und sagen was er haben möchte, und dann machen wir einen schönen und fairen Preis aus.

Update: Alles verkauft und/oder nicht verkauft und deshalb jetzt auf eBay.
 

Sollte niemand mitmachen wollen… nicht schlimm, dann gehen die Sachen am Osterwochenende auf eBay und bringen mir da grantiert mehr Geld als hier.

Und das hier gibt es:

Das gibt’s

 

  • eine Sony A7 Vollformat-Kamera mit 24 Megapixeln
  • ein LA-EA4 Adapter zum Anschluss alter A-Mount (sprich: Minolta AF) Objektive an ebendiese Kamera, mit voller Unterstützung von Blende und Autofokus. Das macht sehr viel Sinn, denn es gibt irrsinnig viele gtue Minolta-Objektive, die lange nicht so viel kosten wie vergleichbare Objektive von Canon oder Nikon. Weil sich immer noch nicht rumgesprochen hat, dass man die Dinger promlemlos auf aktuellen Sony-Kameras verwenden kann…
  • ein Sony/Carl Zeiss Sonnar T* FE 1,8/55 ZA Objektiv. Ohne Scheiß die allerbeste Normalbrennweite, die ich je benutzen durfte. Alle OCOLOY-Bilder auf deisem Blog wurden mit diesem Objektiv gemacht… und es ist ein wirkliches Traumding von Glas… es wird mir sehr weh tun, mich davon zu trennen. Sowie
  • ein Sony/Carl Zeiss Sonnar T* FE 2.8/35 ZA Objektiv. Was für das 55er gilt, gilt für dieses Objektiv ganz genau so – die Bildqualität ist über jeden Zweifel erhaben, und an der A7 ist das Teil eine sehr kompakte Angelegenheit für Street und Landschaftsfotografie
  • extra Akku + Ladegerät (bei der A7 nicht ganz unwichtig)

Das alles wurde natürlich benutzt, aber immer pfleglich behandelt. Die Kamera zeigt ein paar kleine Gebrauchsspuren, die Objektive nicht. Unnötig zu sagen dass Objektive, Kamera und Adapter einwandfrei funktionieren, und dass ich mich von den Dingen natürlich auch einzeln trenne.

We also Interesse hat – Mail an stephan@massenbelichtungswaffen.de genügt :)

 

Stöckchen!

Stöckchen!

Akut, spontan und ohne Aufräumen hat mich Tilla Pe mittels des Küchentischstöckchens heute doch tatsächlich dazu veranlasst, sowas ähnliches wie meinen Küchentisch zu fotografieren. Weil ich nämlich eigentlich gar keinen Küchentisch besitze (denn die Küche wäre damit so gerammelt voll, dass man sich nicht mehr darin bewegen könnte). Dafür ist der Tisch vollkommen unbearbeitet, und wer sich die Mühe macht, die EXIF-Daten zu analysieren, der wird feststellen, dass der Frühstückstisch im Hause K. auch um 16:29h noch nicht Geschichte ist.

Weitergeben möchte ich das Stöckchen hiermit gerne an Herrn Fmotis, denn dann entstehen ausser dem Foto garantiert auch noch so ein paar ulkige Hieroglyphen, die ich nicht lesen kann :)

Ausserdem darf sich das Stöckchen natürlich nehmen, wer möchte. Hier nochmal die Originalbeschreibung:

Schnappt Euch ein fotografisches Werkzeug (Handy, Digiknipse, Box, Mittelformatboliden, whatever) und fotografiert Euren Küchentisch. Akut, spontan, ohne Aufräumen.

Death In The Afternoon

Death In The Afternoon

Die allererste Planung zum aktuellen Botany-Bay-Album “Stupid Summer Dreams” sah vor, im Booklet jeden einzelnen Song mit einem Bild zu illustrieren und daneben den Text abzudrucken.

Sehr schnell wurde jedoch klar, daß ein solches Unterfangen nur mit einem erheblichen finanziellen – und für 6 Songs und eine limitierte Auflage von nur 200 Stück maßlos übertriebenem – Aufwand einher gegangen wäre. Und so wurde aus dem Booklet ein – immer noch sehr schönes! – 6seitiges Faltblatt mit Songzitaten und Fotos für die Vorder- Innen- und Rückseite.

Weil’s aber schade darum wäre, die Fotos nicht irgendwie zu veröffentlichen und mit der Musik in Verbindung zu bringen, soll dies nun in einer Serie hier auf massenbelichtungswaffen.de geschehen, den Anfang macht der Opener, “Death In The Afternoon”; das Bild wurde fotographiert von Frau K., die Bearbeitung stammt von mir.

Hier nur noch eine kleine, bescheidene Bitte von mir: Bitte die Musik einfach mal anhören. Das geht ganz einfach, indem man da oben auf Play klickt.

Und wenn der erste Song nicht gefällt, vielleicht tut es ja der zweite oder der dritte. Die klingen mitnichten alle gleich. Und nur weil es freie Musik ist und wir keinen Plattenvertrag haben, ist die spätestens zu diesem Zeitpunkt üblicherweise bei 99% der Internet-Konsumierenden einsetzende gedankliche Verbindung mit der dritklassigen, lärmigen Heavy-Metal / Gothic / Grindcore / Ambient / Elektronikgedudel-Hinterhofband vom Nachbarssohn eine vollkommen Falsche. Es handelt sich hier um etwas völlig anderes.

presumably dead man walking

presumably dead man walking

Auf einer Fototour, die eigentlich den Steinbruch zwischen Oberwinter und Remagen zum Ziel gehabt hatte, stießen wir durch Zufall auf dem Rückweg auf ein Stück Tal mit mehreren verlassenen Gebäuden, denen man ansehen konnten, daß sie einst zu einem stattlichen Anwesen gehört hatten.

Das größte davon war mit einem Türmchen inklusive Uhr ausgestattet… und zur Hälfte abgreissen. Aber das Faszinierendste daran war, abgesehen von der absoluten Einsamkeit und der Abwesenheit anderer Menschen oder eines Zeichens, was das Ganze überhaupt soll, wohl dieses: Der gesamte Boden vor dem Gebäude war mit schwarz-weissen Filmschnipseln übersät.

Später, als wir das Gelände verließen, kamen wir noch an einem großen Baucontainer vorbei, der neben Bauschutt hauptsächlich alte und verrostete Filmrollen zum Inhalt hatte.

Erst als wir wieder zuhause waren, brachten wir in Erfahrung, was wir da entdeckt hatten.

Es handelte sich um Schloss Calmuth, welches von 1947 bis 1996 als Kopierwerk der Internationalen Film-Union GmbH Remagen gedient hatte. Das Gelände wurde inzwischen vom “Sonnenkönig” Franz Asbeck aufgekauft, der dort zu tun gedenkt, was Milliardäre nun mal so tun wenn ihnen langweilig ist: Ein paar Millionen drin versenken, das Ding zum Jagdschloss ausbauen und in den Wäldern drumherum Tiere totschießen gehen.

Ich bin froh, dass wir vorher nochmal dort waren und die eigenartige Atmosphäre des Ortes (zumal wir keine Ahnung hatten, worum es sich handelt) auf uns wirken lassen konnten. Einen Filmschnipsel habe ich als Andenken mitgenommen; er ist oben vergrößert zu sehen.