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Stöckchen!

Stöckchen!

Akut, spontan und ohne Aufräumen hat mich Tilla Pe mittels des Küchentischstöckchens heute doch tatsächlich dazu veranlasst, sowas ähnliches wie meinen Küchentisch zu fotografieren. Weil ich nämlich eigentlich gar keinen Küchentisch besitze (denn die Küche wäre damit so gerammelt voll, dass man sich nicht mehr darin bewegen könnte). Dafür ist der Tisch vollkommen unbearbeitet, und wer sich die Mühe macht, die EXIF-Daten zu analysieren, der wird feststellen, dass der Frühstückstisch im Hause K. auch um 16:29h noch nicht Geschichte ist.

Weitergeben möchte ich das Stöckchen hiermit gerne an Herrn Fmotis, denn dann entstehen ausser dem Foto garantiert auch noch so ein paar ulkige Hieroglyphen, die ich nicht lesen kann :)

Ausserdem darf sich das Stöckchen natürlich nehmen, wer möchte. Hier nochmal die Originalbeschreibung:

Schnappt Euch ein fotografisches Werkzeug (Handy, Digiknipse, Box, Mittelformatboliden, whatever) und fotografiert Euren Küchentisch. Akut, spontan, ohne Aufräumen.

Death In The Afternoon

Death In The Afternoon

Die allererste Planung zum aktuellen Botany-Bay-Album “Stupid Summer Dreams” sah vor, im Booklet jeden einzelnen Song mit einem Bild zu illustrieren und daneben den Text abzudrucken.

Sehr schnell wurde jedoch klar, daß ein solches Unterfangen nur mit einem erheblichen finanziellen – und für 6 Songs und eine limitierte Auflage von nur 200 Stück maßlos übertriebenem – Aufwand einher gegangen wäre. Und so wurde aus dem Booklet ein – immer noch sehr schönes! – 6seitiges Faltblatt mit Songzitaten und Fotos für die Vorder- Innen- und Rückseite.

Weil’s aber schade darum wäre, die Fotos nicht irgendwie zu veröffentlichen und mit der Musik in Verbindung zu bringen, soll dies nun in einer Serie hier auf massenbelichtungswaffen.de geschehen, den Anfang macht der Opener, “Death In The Afternoon”; das Bild wurde fotographiert von Frau K., die Bearbeitung stammt von mir.

Hier nur noch eine kleine, bescheidene Bitte von mir: Bitte die Musik einfach mal anhören. Das geht ganz einfach, indem man da oben auf Play klickt.

Und wenn der erste Song nicht gefällt, vielleicht tut es ja der zweite oder der dritte. Die klingen mitnichten alle gleich. Und nur weil es freie Musik ist und wir keinen Plattenvertrag haben, ist die spätestens zu diesem Zeitpunkt üblicherweise bei 99% der Internet-Konsumierenden einsetzende gedankliche Verbindung mit der dritklassigen, lärmigen Heavy-Metal / Gothic / Grindcore / Ambient / Elektronikgedudel-Hinterhofband vom Nachbarssohn eine vollkommen Falsche. Es handelt sich hier um etwas völlig anderes.

presumably dead man walking

presumably dead man walking

Auf einer Fototour, die eigentlich den Steinbruch zwischen Oberwinter und Remagen zum Ziel gehabt hatte, stießen wir durch Zufall auf dem Rückweg auf ein Stück Tal mit mehreren verlassenen Gebäuden, denen man ansehen konnten, daß sie einst zu einem stattlichen Anwesen gehört hatten.

Das größte davon war mit einem Türmchen inklusive Uhr ausgestattet… und zur Hälfte abgreissen. Aber das Faszinierendste daran war, abgesehen von der absoluten Einsamkeit und der Abwesenheit anderer Menschen oder eines Zeichens, was das Ganze überhaupt soll, wohl dieses: Der gesamte Boden vor dem Gebäude war mit schwarz-weissen Filmschnipseln übersät.

Später, als wir das Gelände verließen, kamen wir noch an einem großen Baucontainer vorbei, der neben Bauschutt hauptsächlich alte und verrostete Filmrollen zum Inhalt hatte.

Erst als wir wieder zuhause waren, brachten wir in Erfahrung, was wir da entdeckt hatten.

Es handelte sich um Schloss Calmuth, welches von 1947 bis 1996 als Kopierwerk der Internationalen Film-Union GmbH Remagen gedient hatte. Das Gelände wurde inzwischen vom “Sonnenkönig” Franz Asbeck aufgekauft, der dort zu tun gedenkt, was Milliardäre nun mal so tun wenn ihnen langweilig ist: Ein paar Millionen drin versenken, das Ding zum Jagdschloss ausbauen und in den Wäldern drumherum Tiere totschießen gehen.

Ich bin froh, dass wir vorher nochmal dort waren und die eigenartige Atmosphäre des Ortes (zumal wir keine Ahnung hatten, worum es sich handelt) auf uns wirken lassen konnten. Einen Filmschnipsel habe ich als Andenken mitgenommen; er ist oben vergrößert zu sehen.